Programm

Programmheft zur Fachtagung Netzimpuls'18

Safe the date

Nächste Fachtagung Netzimpuls: 19. März 2019

Keynote 1: Sicherer Systembetrieb bei rasanten Veränderungen der Energielandschaft - Treiber einer modernen Betriebs-, Wartungs- und Ausbaustrategie

Dezentrale Erzeuger, intelligente Prosumer und Entfall konventioneller Kraftwerke verändern die Energielandschaft rasant. Einerseits ist die Errichtung
neuer Assets zwingend erforderlich, andererseits sind regulatorische Rahmenbedingungen einem stetigen Wandel unterworfen, so dass Entscheidungen von umfangreichen Risiken begleitet sind. Wie gestalten sich vor diesem Hintergrund tragfähige und gute Entscheidungen, die langfristig Bestand haben und einen sicheren Systembetrieb gewährleisten?

Dr. Ingo Jürgens, Leiter Management Netzprojekte, Amprion GmbH

Keynote 2: Grosswasserkraft für die sichere Energiezukunft

Der aktuelle Energiemarkt wird durch staatliche Eingriffe stark verzerrt. Die zunehmende Einspeisung erneuerbarer Energien ist sinnvoll, stellt jedoch erhöhte Anforderungen an die Stabilität der Verteilnetze. Wasserkraftwerke sind mit ihren saisonalen Speichern, Wochenspeichern und rasch abrufbarer Leistungen für die Stabilisierung prädestiniert.

Daniel Fischlin, CEO, Kraftwerke Oberhasli AG

Stream Netzimpuls: Gestern – heute – morgen: Entwicklungen und Trends im Wartungs- und Instandhaltungsmanagement

Von Admiral Nelsons Wartungsplänen zu Predictive Maintenance: Instandhaltung ist ein Schlüsselfaktor für den sicheren und wirtschaftlichen Betrieb von Infrastrukturen. Aktuelle Trends, Tugenden und alte Weisheiten speziell zu Instandhaltungsmanagement und Ausführung von Hoch- und Mittelspannungsnetzen.

Rudolf Meier, Geschäftsführer, Alpiq EnerTrans AG

Stream Netzimpuls: Digitale Strategien auf Netzebene 1 und 3 vs. Blindflug auf Netzebene 5 und 7: Passt das so zu Versorgungssicherheit und Effizienzgedanken?

Um die Netze durchgängig von Ebene 1 bis 7 zu modernisieren und als Gesamtsystem zu betreiben, müssen auf den Netzebenen 5 bis 7 noch Anstrengungen unternommen werden. Smart Grid, Speicherstrategien, zustandsbezogene Wartung- und Instandhaltung, Lastmanagement, Optimierung
des Bezugsprofils sowie Minimierung von Ausgleichsenergie sind nur einige Schlagworte aus dem Werkzeugkasten aktueller Digitalisierungs-Projekte, um den Reifegrad auch in den unteren Sphären des Netzes voranzubringen.

Jolanda Eichenberger, CEO EKT-Gruppe, EKT AG

Stream Netzimpuls: Optimale Steuerung der Betriebs- und Investitionskosten dank Zustandsinformationen

Die Hauptaufgabe eines jeden Netzbetreibers ist es, sowohl ein sicheres als auch ein effizientes Netz zu betreiben. Um diese beiden gegensätzlichen Zielen bestmöglich in Einklang zu bringen, müssen die Anlagenzustände genau ermittelt sein. Das Referat zeigt auf, welche Informationen bei Axpo über das Netz erhoben werden und wie hierbei innovative Ansätze zur Zustandsermittlung genutzt werden. Eine neue Methodik erlaubt es, aus den Zustandsinformationen eine optimale Steuerung der Betriebs- und Investitionskosten für Aus-/Umbauten abzuleiten. Diese trägt auch den regional
unterschiedlichen Lastentwicklungen Rechnung.

Dr. Jörg Kottmann, Leiter Asset Management, Axpo Power AG

Stream Netzimpuls: Predictive Maintenance im Umfeld der gesetzlichen Vorgaben

Wendet ein Netzbetreiber (teil-) autonome Predictive Maintenance an, verhält
es sich wie beim Fahrzeugführer mit Autopiloten: Beide bleiben dafür verantwortlich,
regulatorische Vorgaben (bei Betrieb und Instandhaltung) einzuhalten.
Überblick über die wichtigsten gesetzlichen Grundlagen mit Hinweis auf
Diskussions- und Anpassungsbedarf bei neuen Maintenance Strategien.

Richard Amstutz, RA lic. iur., Leiter Rechtsdienst, ESTI

Stream Netzimpuls: Cloud basierte Lösungen mit Unterstützung von Expertensystemen und Machine Learning für das Wartungs- und Instandhaltungsmanagement - wer kann davon profitieren?

Das Wartungs- und Instandhaltungsmanagement von Primärtechnischen Anlagen kann im Wesentlichen als Asset Management Prozess gemäß ISO 55000 angesehen werden. Die Effektivität dieses Prozesses beruht auf einer schnellen und transparenten Konsolidierung Asset-spezifischer Daten
bis auf Flottenebene zum Zwecke der Vorbereitung von Entscheidungen und Priorisierung von Massnahmen. Anschließend müssen diese ebenso schnell und qualifiziert umgesetzt werden. Die Anwendung cloud-basierter Expertensysteme erhöht die Effektivität des Asset Management Prozesses. Transparente Bewertungen der Assets ermöglichen fundierte und faktisch abgesicherte Entscheidungen auf Management-Ebene und reduzieren Life Cycle Management Kosten bei gleichzeitiger Verbesserung der Verfügbarkeit.

Thomas Kessler, Leiter Portfolio-Management, Siemens AG

Stream Netzimpuls: Kosten- und Nutzenverhältnis von neuen Wartungs- und Betriebsstrategien - lohnt sich Utility 4.0?

Die digitalen Ansätze in der Energiebranche fokussieren primär auf den Einsatz
neuer Technologien, um die Prozesse noch effizienter und integrativer
zu machen. Es braucht aber noch wesentlich mehr für eine effektive Transformation.
Dieses Referat fasst die Vorteile sowie die Herausforderungen der Digitalisierung für die Netzbetreiber zusammen und zeigt auf, was alles nötig ist, um einen effektiven Nutzen aus Utility 4.0 ziehen zu können.

Schmuel Holles, Bereichsleiter EVU, AWK Group AG

Stream Flexibilität: Wohin geht die Reise zur Vermarktung von Flexibilität für das Schweizer Stromnetz?

Der Vortrag gibt einen kurzen Überblick über die Vermarktungsmöglichkeiten von Flexibilität für das Übertragungsnetz, insbesondere als Regelenergie oder Redispatchenergie. Ein Fokus sind die geplanten Veränderungen im Rahmen der existierenden und geplanten europäischen Regelenergiekooperationen. Darüber hinaus werden Pfade aufgezeigt, Flexibilität als Redispatch im Rahmen eines modalen Marktes anzubieten. Abschliessend werden die aktuellen Entwicklungen auf dem Intradaymarkt aufgezeigt.

Bastian Schwark, Head of Market Operations, Swissgrid AG

Stream Flexibilität: Entwicklungen im Regelenergiemarkt Schweiz

Das Referat widmet sich unter anderem folgenden interessanten Fragen zum Regelenergiemarkt. Welchen Chancen und Herausforderungen muss sich der Regelenergiemarkt in Zukunft stellen? Wie sieht die Entwicklung der Regelenergieprodukte aufgrund spezifischer Marktbedingungen aus? Wie konvergiert der Regelenergiemarkt hin zu Intraday-Märkten?

Kai Stassen, BKW AG

Stream Flexibilität: Energiewirtschaftliche Optimierung einer Photovoltaikanlage durch Integration ins Gesamtportfolio und intelligente Steuerung.

Die energiewirtschaftliche Optimierung von PV-Anlagen ist mit ihren stochastischen Einspeisungen und hohen Fördertarifen herausfordernd. Es wird aufgezeigt wie sich aus einer Kombination von Speicherkraftwerk, PV-Anlage und smarter Steuerung über summative Effekte erzielen lassen.

Thomas Reithofer, Head of Trading & Commerce, CKW AG

Stream Flexibilität: Das Netzkostenmodell und seine Auswirkungen auf Flexibilitätsmärkte

Das Referat erklärt die Grundsätze der Tarifbildung bei der Netznutzung und zeigt die regulatorischen Vorgaben an die Netzbetreiber auf. Anschliessend werden die Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit beim Einsatz
von dezentralen Flexibilitäten und deren Entschädigung beleuchtet.

Olivier Stössel, Ressortleiter Netzwirtschaft, VSE

Stream Flexibilität: Industrielle Lasten erschliessen und netzverträglich steuern – ein grosses Potential liegt brach

In der Schweizer Industrie sind grosse Lasten verfügbar, welche nicht nur für Regelenergie genutzt werden können. Mit der überarbeiteten Stromversorgungsverordnung kann diese Flexibilität auch mittels intelligenten Ansätzen
im Verteilnetz genutzt werden. Welche Branchen eignen sich und wie kann der Verteilnetzbetreiber diese Flexibilität einsetzen? Fortschreitende Digitalisierung und leistungsfähige Plattformen helfen dabei. Xamax zeigt
Erfahrungen aus der Praxis, mögliche Partnerschaften und erste Resultate aus einem Europäischen Forschungsprojekt.

Thomas Stadler, Geschäftsführer, Xamax AG

Stream Flexibilität: Ist durch lokales Energiemanagement gewonnene Flexibilität auf dem Regelleistungs- und Spot-Markt rentabel?

Dank Energiemanagementsystemen könnten Quartiere Flexibilität für die Strommärkte bereitstellen. Doch rechnet sich dies auch? Dieses Referat beleuchtet das Rentabilitätspotenzial der Flexibilität eines neu gebauten Schweizer Wohnquartiers sowohl auf dem Spot- als auch auf dem Reservestrommarkt.
Emanuele Facchinetti / Benjamin Rohrbach, SCCER FEEB&D, HSLU

Keynote 3: Innovatives Betriebsmanagement am Beispiel von interkontinental operierenden Schiffsflotten

Am Beispiel von «Collaborative Operations» wird aufgezeigt, wie Eigentümer, Betreiber und Systemexperten zusammenarbeiten, um den Betrieb von kleinen wie grossen Schiffen auf den Ozeanen der Welt zu optimieren. Die Stakeholder arbeiten vernetzt über Fernüberwachungsanlagen sowie vorausschauenden Analysesystemen zusammen, um die Sicherheit von Personen, Anlagen und Umwelt zu gewährleisten, die Produktivität zu
erhöhen und die betriebliche Effizienz zu verbessern. Ein Vortrag zum Thema Internet of Things und modernem Maintenance und Asset Management aus einer anderen Branche.

Roman Schafer, Group Vice President, ABB Management Services Ltd.